Sonntag, 13. September 2015

Mein Lieblingsweg im Eichelregen







Heute war das Wetter eher etwas trüb und leicht windig – was mich allerdings nicht stört, im Gegenteil.
Der Wind schüttelte die Eiche an meinem Lieblingsweg ein wenig durch und so regnete es Eicheln.



Mythologische Bedeutung der Eiche

Die Eiche wurde von den Griechen und Italienern als "erste Pflanze" angesehen, auf die der Ursprung der Menschen zurückgehen soll.
In der griechischen Mythologie war sie dem Zeus, bei den Römern dem Jupiter und bei den Germanen dem Donar geweiht.
Berühmt wurde das Zeusheiligtum von Dodona; das Blätterrauschen des Eichenbestands, der diese älteste griechische Orakeistätte umgab, soll die Zukunft verkündet haben.

Die meisten indogermanischen Völker verehrten die Eiche vor allen anderen Baumarten, da sie diese als urzeitlichen "Nahrungsbaum" der Menschen betrachteten.
Die Gallier erklärten einen Eichbaum im Eichenwald als heilig, wenn sie auf ihm Misteln entdeckten. Dies war für sie das Zeichen, daß die Götter diesen Baum auserwählt hätten.

Viele heilige Eichen wurden während der Christianisierung von Europa gefällt, um die Machtlosigkeit der heidnischen Götter unter Beweis zu stellen. Beispielsweise ließ Bonifatius, der von Papst Gregor 11 732 n. Chr. zum Vikar des gesamten ostfränkischen Missionsgebiets eingesetzt war, die Donar-Eiche bei Geismar fällen.

Im Mittelalter wurde die Eiche vielfach mit der Jungfrau Maria in Verbindung gebracht (z.B. erinnert der Ortsname MariaEich daran). Aber auch mit dem Teufel hatte der Sage nach diese Baumart zutun; angeblich sind die Eichenblätter deshalb gebuchtet, weil sie der Teufel mit seinen Krallen durchfuhr. Gewisse alte Eichen gelten heute noch als Hexenbäume. Laut einem ländlichen Aberglauben sind Eichen, die viele Früchte tragen, ein Zeichen für gute Ernte.